Kickboxen

 

 

Kickboxen ist eine verhältnismäßig junge Kampfsportart, die ihren Ursprung Mitte der 70iger Jahre in den USA hatte. Diese neue Art der Kampfkunst entwickelte sich aus Fußtechniken des Karate und Fausttechniken des Boxens. Sie gleicht keiner anderen Kampfsportart mehr, als dem Thai-Boxen, welches in Thailand seit Jahrhunderten Nationalsport ist. So ist es nicht verwunderlich, dass Kickboxen erst nach dem Vietnamkrieg entstand, denn die amerikanischen GI's (Soldaten) waren währenddessen größtenteils in Thailand stationiert und brachten diese abgewandelte Kampfkunst nach dem Ende des Krieges in die USA. Lassen wir die Knie- und Ellbogentechniken beim Thai-Boxen weg, so sind wir praktisch schon beim Kickboxen.

 

 

Die Geburt des Kickboxens:

George F. Brückner, Mike Anderson und einige Andere gründeten 1974 den Weltverband WAKO (World Association of Kickboxing Organizations) und einigten sich auf ein Wettkampfsystem mit entsprechenden Regeln. Diese wurde in Europa bzw. Deutschland 1976 ins leben gerufen, nachdem großes Interesse, nach der Weltmeisterschaft der WAKO 1974 in den USA, entstand. Im selben Jahr, 2 Wochen nach der Weltmeisterschaft wurde die PKA (Professional Karate Assoziation) von Mike Anderson und Don Quine in Los Angeles gegründet.

Rund 95 Länder sind heute Mitglied des Weltverbands WAKO, darunter auch die WAKO Deutschland e.V. Der heutige Präsident des Weltverbands (Stand: 24.01.2010) ist der Italiener Ennio Falsoni, die Vizepräsidenten kommen aus den Ländern Deutschland, Norwegen, Serbien, Ungarn, Kanada und dem Iran. Inzwischen gibt es auch noch die World Kickboxing Association (WKA) und die Internationale Sport Kickboxing Association ( ISKA)."  Der TC Amberg gehört der Bayerischen Kickbox Organisation (BKO) e.V. an.

 

 

 

Wettkampfarten:

Beim Kickboxen unterscheiden wir zwischen 3 Wettkampfarten.

 

1. Semikontakt

Der Kampf wird nach jedem erfolgreichem Treffer am Körper des Gegners kurzzeitig unterbrochen.

Die Kämpfer begeben sich wieder in die Ausgangsstellung.

Semikontaktkämpfe werden häufig auf Matten (Kampffläche ca. 8m x 8m) und nicht im Boxring ausgetragen.

 

2. Leichtkontakt

Das Ziel beim Leichtkontakt ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen.

Es wird nicht, wie beim Semikontakt, nach jedem Treffer unterbrochen, sondern weitergekämpft.

Das Tragen von Schutzausrüstung (Handschuhe, Kopfschutz, Gebissschutz etc.) ist Pflicht.

Die Punktrichter bewerten die Treffer einer Runde, können außerdem ein zusätzlichen Punkt für bessere Technik und Taktik vergeben.

Leichtkontaktkämpfe werden meist auf Matten (Kampffläche ca. 8m x 8m) ausgetragen.

 

3. Vollkontakt

Bei dieser Wettkampfart kann der Kampf nicht nur über Punkte, sondern auch durch ein K.O. gewonnen werden.

Der Kampf wird bei einem Niederschlag des Gegners (K.O.), als auch bei einer Kampfunfähigkeit des Gegners (technischer K.O.) beendet.

Vollkontaktkämpfe werden im Gegensatz zu Semi- und Leichtkontaktkämpfe im Boxring ausgetragen.