Taekwon-Do

 

 

Betrachtet man die einzelnen Wörter von Tea-kwon-do, bedeuten sie folgendes:

 

 

"Tae" gibt alle Bein-, Fuß- und Sprungtechniken an.

"Kwon" gibt alle Arm- und Handtechniken an.

"Do" bildet und charakterisiert den geistigen Inhalt der Sportart.

 

 

Taekwon-Do ist eine waffenlose Kampfsportart aus Korea, bei der sowohl die Hände als auch die Füße eingesetzt werden. Im Gegensatz zu den anderen Budosportarten wird beim Taekwon-Do das Hauptaugenmerk auf die Fußtechniken gelegt. Die Anfänge der Koreanischen Kampfkunst reichen über 2000 Jahre zurück. Im Laufe der Zeit hat sich Taekwon-Do ständig weiterentwickelt und ist heute als eine moderne, dynamische und olympische Disziplin anerkannt.

 

Ein wichtiger Bestandteil des Taekwon-Do ist die Selbstverteidigung (Hosinsul). Hierbei werden den Schülern alle Techniken gelehrt, die sie gegen einen Angreifer einsetzen können. Die Abwehrtechniken beinhalten die Verteidigung gegen jegliche Form von Würgegriffen, Haltegriffen und Waffenangriffe wie z. B. Messer und Schlagstock. Bemerkenswert ist, dass dieser Teilbereich des Taekwon-Do-Trainings besonders von Frauen sehr intensiv trainiert wird, da ein überlegtes und gekonntes Handeln in handgreiflichen Situationen von Vorteil sein kann.

 

Eine besondere Disziplin im Taekwon-Do stellt der Bruchtest (Kyok-Pa) dar. Dieser wird nicht ständig geübt, er dient lediglich als Herausforderung der Teakwon-Do-Kämpfer, um sein eigenes Können unter Beweis zu stellen. Die dicke des Brettes steigert sich kontinuierlich zum Gürtelgrad, so ist das Brett anfangs 1cm dick und nimmt bis zum 1. Dan auf bis zu 5cm zu. Der Bruchtest ist fester Bestandteil jeder Prüfung.

 

 

Die Geburt des Taekwon-Do:

1955 wurde der Kampfkunst der Name Teakwon-Do gegeben. Ein Namensgebungsausschuss, der sich aus leitenden Militärausbildern, Historikern und führenden Persönlichkeiten des Landes zusammensetzte, entschied sich für den von General Choi Hong-Hi vorgeschlagenen Namen.Da es bisher so viele verwirrende Bezeichnungen gab, wie z. B. "Dang Soo", "Gong Soo", "Taek Kyon", "Kwon Bup" u.v.m., ersetzte der einheitliche Name "Taekwon-Do" diese verschiedenen Begriffe.

In der Folgezeit verbreitete sich diese Kampfkunst schnell unter dem neuen Namen "Teakwon-Do" und es wurde der erste koreanische Taekwon-Do-Verband mit dem Namen "Tae Soo Do" gegründet.

Um TKD auch außerhalb Koreas zu verbreiten, reiste General Choi-Hong-Hi mit einem 19-köpfigen Demonstrationsteam 1959 in den fernen Osten.

 

Wie schon zu erwarten war, war diese Reise, sowohl im Ausland als auch in Korea, ein unglaublicher Erfolg. Damit Taekwon-Do auch in Amerika, Europa, den nahen und den mittleren Osten verbreitet werden konnte, stellte General Choi-Hong-Hi in den folgenden Jahren immer neue Demonstrationsteams zusammen, um mit ihnen die genannten Kontinente zu bereisen. Viele Mitglieder dieser Teams blieben auch in den besuchten Ländern, denn das Ziel war es unter Anderem auch neue Landesverbände zu gründen.

Wettkampfarten:

Beim Taekwon-Do gibt es 2 Wettkampfarten.

 

  1. Formenlauf (Hyongs)

In dieser Wettkampfart sind alle Angriffs- und Abwehrtechniken vereinigt. Durch einen festgelegten Bewegungsablauf wird die Ausführung der Techniken bewertet. Die Bewegungen sollen kraftvoll, konzentriert und rhythmisch sein, zugleich soll der Sportler während dem Formenlauf sein Gleichgewicht halten bzw. einen festen Stand haben. Der Schwierigkeitsgrad der Hyongs ist von der Gürtelgraduierung abhängig. Die Einteilung findet in Alters- und Graduierungsklassen statt, denn nur so wird ein direkter Vergleich mit der Leistungsfähigkeit der eigenen Alters- bzw. Gürtelgruppe ermöglicht.

 

  1. Vollkontakt (Kyorugi)

Im Vollkontakt (Freikampf) gilt es eigene Techniken schnell und überraschend einzusetzen. Erlaubt sind Tritte und Faustschläge, wobei letzteres nicht den Kopf treffen dürfen. Die Trefferfläche ist der vordere Teil der Weste und der Kopf, die im Wettkampf farbig markiert werden. Einseitigkeit im Kampfstil sollte vermieden werden. Die Überlegenheit des Kämpfers besteht aus Kombinations- und Kontertechniken, sowie das Erkennen, Blocken und Kontern gegnerischer Angriffe. Die Kampfzeit beträgt 3 Runden, jeweils 3 Minuten mit einer Minute Pause zwischen den Runden. Zu der Schutzausrüstung gehört z. B. die Weste, der Tiefschutz, die Arm- und Beinschützer, der Kopfschutz und der Zahnschutz.

"Freikampf ist der geistige und körperliche Kontakt zweier Gegner.Beherrsche den Geist - dann die Technik.Tritt dem Gegner ohne Angst und gefaßt gegenüber.Wer den Gegner einzuschätzen weiß, ist stark.Wer überheblich ist, wird besiegt.Achte vor dem Angriff nicht nur auf den Gegner, sondern auf Dich selbst.Nutze beim Kampf auch die Kraft und Technik Deines Gegners.Respektiere auch nach einem gewonnenen Kampf Deinen Gegner."

Kim Man Kuem (7. Dan)

 

Die Bedeutung der Gürtelfarben:

 

Gürtelgrad Gürtelfarbe Bedeutung:

 

  • 10. Kup – Schüler – weiß – Farbe der Reinheit des unbeschriebenen Blatts
  • 9. Kup – Schüler – weißgelb – Anfängerstufe, Farbe der Reinheit des unbeschriebenen Blatts
  • 8. Kup – Schüler – gelb - Farbe der Erde – erste Wurzel
  • 7. Kup – Schüler – gelb  grün - Farbe der Erde – erste Wurzel
  • 6. Kup – Schüler – grün - Die Wurzeln haben ausgeschlagen,die Pflanze zeigt sich
  • 5. Kup – Schüler – grün blau - Die Wurzeln haben ausgeschlagen,die Pflanze zeigt sich
  • 4. Kup – Schüler – blau – Die Pflanze wächst in den Himmel
  • 3. Kup – Schüler – blau rot – Die Pflanze wächst in den Himmel
  • 2. Kup – Schüler – rot – Farbe für Achtung, Vorsicht
  • 1. Kup – Schüler – rot  schwarz – Farbe für Achtung, Vorsicht
  • 1. Dan bis 3. Dan – schwarz –  Meisterschüler
  • 4. Dan – schwarz – Meister
  • 5. Dan – 9. Dan – Großmeister

 

 

 

 

Die sieben Tugenden des Teakwon-Do:

  1. Gerechtigkeit
  2. Höflichkeit
  3. Ehrgefühl
  4. Geist der Einheit
  5. Unermüdlichkeit
  6. Geduld
  7. Bescheidenheit